Geschäftsbericht 2017

„WAS EINER ALLEIN NICHT SCHAFFT, DAS

Auf diesem einfachen Gedanken basiert das genossenschaftliche Geschäftsmodell. Diese Überzeugung unserer Gründungsväter Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Hermann Schulze-Delitzsch teilen wir Genossenschaftsbanken seit über 160 Jahren.

In diesem Jahr feiern wir den 200. Geburtstag unseres Gründungsvaters Friedrich Wilhelm Raiffeisen. Die Geschichte der Genossenschaftsbanken beginnt somit im 19. Jahrhundert. Die Bevölkerung litt unter Missernten und Hungersnöten. Besonders betroffen waren Handwerker,Bauern und kleine Unternehmen. Da diese keinen Zugang zu den damals existierenden Banken hatten, waren sie auf private Geldverleiher angewiesen. Viele verschuldeten sich und verloren ihre wirtschaftliche Existenz.

Fast zeitgleich, aber doch unabhängig voneinander, entwickelten Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Hermann Schulze-Delitzsch eine Idee, um dem Mittelstand aus der vorherrschenden Existenzkrise herauszuhelfen. Sie wollten die Menschen dabei unterstützen, sich selbst zu helfen und ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Selbsthilfe durch freiwillige Kooperation lautete die Lösung – getreu dem Motto „Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele“. Mit der Gründung von Kredit- bzw. Darlehenskassenvereinen legten sie das Fundament für die Gründung genossenschaftlicher Banken.

Wir sind damit mehr als „nur“ Banken. Wir unseren Mitgliedern verpflichtet: lokal verankert, überregional vernetzt, demokratisch organisiert und an genossenschaftlichen Werten orientiert. Diese Eigenschaften sind historisch gewachsen und haben sich über die Zeit fest etabliert.