Generalversammlung 2016

Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Zinner begrüßt am 29.06.2016 rund 150 Mitglieder und Ehrengäste im Bürgerhaus in Bickenbach. Während der Versammlung stehen unter anderem die Berichte der Vorstände, die Wahlen im Aufsichtsrat sowie die Ehrung langjähriger Mitglieder auf der Tagesordnung.

Im Bericht des Vorstandes geht Herr Hubert J. Falk zunächst auf die im Jubiläumsjahr 2015 stattgefundenen Veranstaltungen der Raiffeisenbank ein.

Danach berichtet er über die Fusion der DZ Bank und WGZ Bank zur drittgrößten Bank Deutschlands sowie die anhaltende Niedrigzinspolitik der EZB. „Es wird für uns klassische Banken immer schwerer, im originären Geschäft mit Einlagen und Krediten auskömmliche Margen zu erzielen. Und natürlich ist dieser Zins eine ebenso große Herausforderung für alle Sparer“, so Herr Falk. Gerade diese Politik – verstärkt durch immer aufwendigere Regulatorik – macht den Genossenschaftsbanken auf Dauer zu schaffen. Beispiele hierfür sind hohe Eigenkapitalanforderungen, die Wohnimmobilienkreditrichtlinie, rückläufige Kundenkontakte am Schalter sowie die aufwendige Bargeldhaltung.

Umso wichtiger ist für die Raiffeisenbank gezielte Kundenberatung und Kundenansprache. Mit geschultem Personal sowie moderner Technik sieht sich die Raiffeisenbank hier gut gerüstet. Herr Falk unterstreicht: „Die genossenschaftliche Bankengruppe hat sich ein großes Ziel gesetzt, Nummer 1 zu sein in der Mitglieder- und Kundenzufriedenheit. Ein Kernprojekt ist dabei die Qualität der Beratung.“

Weitere Neuerungen sind die neue Internetpräsenz der Raiffeisenbank sowie die Einführung von „pay direkt“ – ein Bezahlsystem fürs Internet: direkt, sicher, einfach.

Auch in 2015 zeichnet sich die Raiffeisenbank Nördliche Bergstraße eG wieder durch ihr gesellschaftliches Engagement aus:

Mit über 30.000,-- EUR Spenden und Sponsoring unterstützt die Raiffeisenbank Vereine und soziale Einrichtungen. Über den Gewinnsparverein werden weitere Spendengelder ausgeschüttet.

Sowohl der Jugendmalwettbewerb als auch der MeliClub erfreuen sich bei den Kindern und Jugendlichen unserer Region großer Beliebtheit.

Als Arbeitgeber ist die Raiffeisenbank Nördliche Bergstraße eG engagierter Ausbildungsbetrieb: Ab Sommer 2016 werden ein weiterer Auszubildender und ein BA-Student ausgebildet. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass die Raiffeisenbank regelmäßig bei der Ausbildungsmesse der Melibokusschule präsent ist.

Vorstandsmitglied Stephan Janusch berichtet über die geschäftliche Entwicklung sowie die Ertragslage im abgelaufenen Geschäftsjahr. Die Bilanzsumme ist um 2,40% auf 175 Mio. EUR gestiegen. Wesentlichen Anteil am Wachstum haben unverändert die Kundeneinlagen; insbesondere die kurzfristigen Einlagen - diese erhöhten sich um 3,8 Mio. EUR oder 5,7 % auf rund 70 Mio. EUR. „Als Konsequenz der Nullzinspolitik suchen unsere Kunden Sicherheit vor Risiko und sind verständlicher Weise nicht bereit, lange Laufzeiten mit niedriger Verzinsung einzugehen“, so Stephan Janusch. „Die alte Regel sollte trotzdem gelten, nicht alles in einen Korb zu legen, jede Anlagestrategie besteht auch aus Streuung des Vermögens“, so Stephan Janusch. Die Berater der Raiffeisenbank erarbeiten gern individuelle Lösungen. Zum Ende des letzten Jahres verwahrte die Raiffeisenbank Nördliche Bergstraße eG inklusive der Verbundeinlagen knapp 180 Mio. EUR Kundeneinlagen.

Im Kreditgeschäft konnte durch die sehr gute Nachfrage ein Wachstum von 6% auf knapp 80 Mio. EUR erzielt werden. Auch im laufenden Jahr wird dieses Ergebnis wohl nochmals übertroffen. Insgesamt ist man mit 24 Mio. Kreditzusagen im abgelaufenen Geschäftsjahr sehr zufrieden, auch wenn die Margen niedrig sind.

Der Zinsüberschuss mit 4,1 Mio. EUR  entwickelte sich rückläufig und liegt mit 0,1 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert. Bei anhaltender  und unveränderter Nullzinspolitik der EZB reduziert sich dieser aber deutlich in den nächsten Jahren. Das Provisionsergebnis entwickelte sich auf gleichbleibendem Niveau, soll aber in den nächsten Monaten stärker ausgebaut werden.

Die steigenden Anforderungen aus Regulierung und Meldewesen machen sich weiterhin, insbesondere in dem hohen zeitlichen und finanziellen Aufwand, besonders bemerkbar. Die Kosten für den Umbau der Hauptgeschäftsstelle in Alsbach, der im September 2015 abgeschlossen war, lag mit 10% über dem gesteckten Ziel von 2,5 Mio. EUR und wird insgesamt als Sonderfaktor behandelt.  

Trotz der steigenden Anforderungen liegen wir in den Verwaltungskosten äußerst günstig. „Diesen Kostenvorteil wollen wir auch behalten und werden daran arbeiten“, so Stephan Janusch.

Die Eigenkapitalausstattung ist sehr gut. Die Quote liegt bei 19,7% bei geforderten 8%. Ebenso hat sich die Mitgliederzahl weiter erhöht. „Mittlerweile haben wir 3.455 Mitglieder, jeden Kunden und Neukunden wollen wir für das genossenschaftliche Geschäftsmodell begeistern und als Mitglied für unsere Gemeinschaft gewinnen“, so Stephan Janusch.

Das Betriebsergebnis vor Bewertung liegt mit rund 1,00 Mio. EUR aufgrund der Umbaumaßnahmen der Hauptgeschäftsstelle in Alsbach sowie dem Jubiläum erwartungsgemäß unter dem Vorjahresniveau. Der somit niedrigere Jahresüberschuss von 220.000,- EUR wurde gemäß dem Vorschlag von Aufsichtsrat und Vorstand sowie die Zahlung einer Dividende von 5% einstimmig von den anwesenden Mitgliedern beschlossen.

Turnusmäßig standen auch Wahlen zum Aufsichtsrat an. Hier wurden  Herr Jens Suchland aus Hähnlein und Herr Thomas Büchner aus Alsbach einstimmig wiedergewählt. Die Beschlussfassung der Mitglieder – auch über die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat – erfolgte einstimmig.

 

Raiffeisenbank Nördliche Bergstraße eG

 

 

 

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