Generalversammlung 2017

 

 

Ehrung 50 Jahre:

v.l.n.r.: Vorstand Stephan Janusch, Wolfgang Schlater, Erwin Stein, Horst Peth, Heinrich Biereth, Kurt Fornoff, Egon Bernhard, Irmgard Kaffenberger, Bruno Donko, Bernhard Schneider, Dr. Wolfgang Ebeling, Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Zinner, Helmut Luge, Vorstand Hubert J. Falk

Ehrung 40 Jahre:

v.l.n.r.: Vorstand Stephan Janusch, Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Zinner, Helmut Karl Eisert, Kerstin Doris Bergner, Robert Middel (für die CDU Bickenbach), Vorstand Hubert J. Falk

Aufsichtsrat:

v.l.n.r.: Vorstand Stephan Janusch, Hans Dieter Syroth (ab 28.06.17), Klaus Zinner, Christiane Schwab (bis 28.06.17), Thomas Büchner, Manfred Seib, Jens Suchland, Erich Satorius, Vorstand Hubert J. Falk

 

 

Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Zinner begrüßt am 28.06.2017 rund 150 Mitglieder und Ehrengäste in der Sport- und Kulturhalle in Hähnlein. Während der Versammlung stehen unter anderem die Berichte der Vorstände, die Wahlen im Aufsichtsrat sowie die Ehrung langjähriger Mitglieder auf der Tagesordnung.

Im Bericht des Vorstandes geht Herr Hubert J. Falk zunächst auf die europäische Nullzins- und Minuszins-Politik ein. Sie ist ein absolutes Novum in der Menschheitsgeschichte, und stellt die Banken vor große Herausforderungen. Für die Raiffeisenbank Nördliche Bergstraße eG bedeutet dies: „Wir optimieren die Kosten, wir erschließen alternative Ertragsquellen und passen unsere Preise da an, wo wir Anpassungsbedarf sehen“, so Vorstandsmitglied Hubert Falk. Negativzinsen wird die Raiffeisenbank an Privatkunden jedoch nicht weitergeben. Generell gefährdet diese Politik, verstärkt durch die immense und zeitaufwendige Bankenregulierung, eine stabile Konjunktur sowie auf Dauer die Finanzstabilität gerade kleinerer Banken.

Des Weiteren berichtet Herr Falk über die geänderten Öffnungszeiten seit Oktober 2016. Dadurch ist eine intensivere und kompetente Kundenberatung möglich, die – gerade bei der heutigen Zinslage – auch alternative Geldanlagen sowie Modelle zur privaten Vorsorge aufzeigt. Herr Falk ist überzeugt: „Ein Kernprojekt ist dabei die Qualität der Beratung – die Genossenschaftliche Beratung! Aber wir glauben, dass Beratungsqualität - Mehrwert für Kunden und Mitglieder – die Grundlage unserer Zukunftsfähigkeit bildet, um unsere Selbstständigkeit noch lange zu erhalten.“

Danach streift Herr Falk Veränderungen, die zum einen die Digitalisierung und zum anderen der demografische Wandel mit sich bringen. Durch die modernen technischen Möglichkeiten, wie z.B. Online Banking, ändert sich das Kundenverhalten. Die Demografie wird in unserem Geschäftsgebiet den Arbeitsmarkt, die Unternehmen, die Seniorenarbeit, u. v. m. wandeln.

Auch in 2016 zeichnet sich die Raiffeisenbank Nördliche Bergstraße eG wieder durch ihr gesellschaftliches Engagement aus:

Mit über 30.000,-- EUR Spenden und Sponsoring unterstützt die Raiff-eisenbank Vereine und soziale Einrichtungen. Über den Gewinnsparverein werden weitere Spendengelder ausgeschüttet.

Sowohl der Jugendmalwettbewerb als auch der MeliClub erfreuen sich bei den Kindern und Jugendlichen unserer Region großer Beliebtheit. Um jedoch die Personalkapazitäten stärker für die Genossenschaftliche Beratung einsetzen zu können, hat die Raiffeisenbank die ortsansässigen Schulen gebeten, gegen eine großzügige Spende, den Jugendmalwettbewerb in Eigenregie durchzuführen.

Als Arbeitgeber ist die Raiffeisenbank Nördliche Bergstraße eG engagierter Ausbildungsbetrieb: Ab Sommer 2017 wird ein weiterer Auszubildender ausgebildet. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass die Raiffeisenbank regelmäßig bei der Ausbildungsmesse der Melibokusschule präsent ist.

Vorstandsmitglied Stephan Janusch berichtet über die geschäftliche Entwicklung sowie die Ertragslage im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Die Bilanzsumme ist um 4,10% auf 182,5 Mio. EUR angestiegen. Wesentlichen Anteil am Wachstum haben weiterhin die Kundeneinlagen (+7,2 Mio./+4,8%); insbesondere durch die kurzfristigen Einlagen - diese erhöhten sich um 7,9 Mio. EUR oder 11,4 % auf rund 77,5 Mio. EUR.

„Als Konsequenz der Null- und Negativzinsen der Europäischen Zentralbank suchen unsere Kunden Sicherheit vor Risiko und sind verständlicher Weise nicht bereit, lange Laufzeiten mit niedriger Verzinsung einzugehen“, so Stephan Janusch. „Die alte Regel sollte trotzdem gelten, nicht alles in einen Korb zu legen, jede Anlagestrategie besteht auch aus Streuung des Vermögens“, so Stephan Janusch. „Deshalb ist Abwarten auf steigende Zinsen die schlechtere Alternative“. Die Berater der Raiffeisenbank erarbeiten gern individuelle Lösungen und Anlagealternativen im Rahmen unserer „Genossenschaftlichen Beratung“.

Zum Ende des letzten Jahres verwahrte die Raiffeisenbank Nördliche Bergstraße eG inklusive der Verbundeinlagen rd. 190 Mio. EUR Kundeneinlagen.

Im Kreditgeschäft konnte durch die weiterhin sehr gute Nachfrage ein Wachstum von 4,4% oder 3,5 Mio. EUR auf 83,1 Mio. EUR erzielt werden. In den letzten zwei Jahren wurden insgesamt 35 Mio. Kreditzusagen gegeben.

Der Zinsüberschuss mit 3,9 Mio. EUR entwickelte sich rückläufig und liegt mit 0,2 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert. Bei anhaltender und unveränderter Nullzinspolitik der EZB reduziert sich dieser weiter in den nächsten Jahren. Das Provisionsergebnis entwickelte sich zum Vorjahr mit einem Plus von 0,1 Mio. EUR auf 0,8 Mio. EUR äußerst positiv.

Die steigenden Anforderungen aus Regulierung und Meldewesen machen sich weiterhin, insbesondere in dem hohen zeitlichen und finanziellen Aufwand, besonders bemerkbar. Trotz der steigenden Anforderungen liegen wir in den Verwaltungskosten im Vergleich zu anderen Banken äußerst günstig. „Diesen Kostenvorteil wollen wir auch behalten und werden daran arbeiten“, so Stephan Janusch.

Die Eigenkapitalausstattung ist sehr gut. Die Quote liegt bei 20% bei geforderten 11,5 %.

Das Betriebsergebnis liegt mit 1,15 Mio. EUR über dem Vorjahresergebnis. Die Verteilung des Bilanzgewinns von rd. 300.000,- EUR wurde gemäß dem Vorschlag von Aufsichtsrat und Vorstand sowie die Zahlung einer Dividende von 4% einstimmig von den anwesenden Mitgliedern beschlossen.

Turnusmäßig standen auch Wahlen zum Aufsichtsrat an. Frau Christiane Schwab aus Alsbach stand aus persönlichen Gründen für eine Wiederwahl nicht zur Verfügung. Als Nachfolger wurde Herr Hans Dieter Syroth, Rechtsanwalt aus Alsbach, vorgeschlagen und einstimmig gewählt. Herr Klaus Zinner aus Bickenbach wurde einstimmig wiedergewählt. Die Beschlussfassung der Mitglieder – auch über die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat – erfolgte einstimmig.

 

Raiffeisenbank Nördliche Bergstraße eG

Alsbach – Bickenbach – Hähnlein

Tel. 06257 9301-0

webmaster@raiba-alsbach.de

www.raiba-alsbach.de

 

 

...weitere Impressionen der Veranstaltung